Besondere Taktarten wie 5/4, 7/8 oder 12/8 weichen vom Standard-4/4-Takt ab, um spezifische musikalische Stimmungen zu erzeugen, oft durch ungerade Rhythmen oder zusammengesetzte Betonungen. Sie prägen das musikalische Feeling, von tänzerisch-schaukelnd (6/8) bis hin zu unruhig, progressiv oder jazzig (5/4, 7/4).
Hier sind ein paar Beispiele, die du vielleicht auch mitsingen oder mittanzen kannst:
6/8-Takt
Zählt als zusammengesetzter Takt (zwei Gruppen von drei Achteln). Typisch sind zwei Hauptbetonungen (1 und 4), was einen wiegenden Rhythmus erzeugt. Wenn du die „House of the Rising Sun“ von Animals singst, dann hörst du diese Doppelbetonungen.
12/8-Takt
Es kommt häufig in Blues-Balladen vor. Er fühlt sich ähnlich wie ein langsamer 4/4-Takt mit Shuffle-Feeling an. Wusstest du das Ed Sheeran „Perfekt“ Pop-Song auch 12/8 Takt geschrieben? Fühlst du die langsame 4/4 Takt dadrin?
5/4-Takt
Ein sogenannter „krummer“ Takt, der oft als Kombination aus 2+3 oder 3+2 wahrgenommen wird. Es ist eine bekannte Taktart im Jazz. Hier ein Beispiel vom berühmten Jazzpianist, Dave Brubeck: „Take Five“. Versuche es mitzuzählen, während du es hörst.
7/4-Takt
Besteht oft aus einer Vierer- und einer Dreiergruppe. Dafür ein bekanntes Beispiel ist von Pink Floyd „Money“: 1,2,3,4,1,2,3.
7/8-Takt
Ein schneller, ungerader Takt, oft in der Volksmusik oder im Progressive Rock zu finden, da er eine ungerade Anzahl an Achteln enthält. Höre es einfach an, wie tänzerisch ist es für dich? Béla Bartók „Sechs Tänze im bulgarischen Rhythmus“ aus dem Mikrokosmos.
3/2-Takt
Besteht aus drei halben Noten pro Takt. Dafür ist ein berühmtes Beispiel von West Side Story von Leonard Berstein „ I like to be in America“. In diesem Stück wechselt sich der Rhythmus zwischen 6/8 und 3/4, was wir als Hemiola (3-2) wahrnehmen.
Fühle den Rhythmus mit JoCHOR:
